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среда, 19 февраля 2020 г.

Soziale Netzwerke sind dramatisch rot geworden

                                                     
Denken Sie daran, wie wir ständig von dem Kampf des Regimes gegen das inkomische in den sozialen Medien gehört haben. Über die Verbote und den Terror, den das antinationale Regime durch seine Fernsehsender erschreckte.

Natürlich wusste das Regime von den Stimmungen, die in der Gesellschaft wachsen. Er wusste und weiß auch,dass der geplante Raub der Bevölkerung zu seiner Rötung führt.Und die Rötung zum Kampf gegen Räuber und Verräter des Volkes. Und ein solcher Kampf wird schließlich zu einer Niederlage des Regimes führen, weil es in der Minderheit ist und auf dem Terror und dem Analphabetismus der Bevölkerung festhält.

Das Leben selbst lässt die Menschen in die Ursachen der Ereignisse in der Gesellschaft eintauchen und Sie finden die Wahrheit im Marxismus-Leninismus, der wissenschaftlich zuerst den kausalen Zusammenhang der Verschlechterung der materiellen Lage der Massen im Kapitalismus erklärt, und dann lehrt , wie man kämpft und gewinnt. Die Revolution von 1917 als Indikator für die Wirksamkeit dieser Lehre.

Und dann, nachdem er eine politische Grundbildung erhalten hat, wird der rote Einwohner ein aktiver Kämpfer gegen Ausbeuter aller couleur. Und über das Wunder kommt er in seinen überlegungen zu der Erkenntnis, dass die politische macht zu den Feinden des sowjetischen Volkes gehört, die Sie mit Gewalt ergriffen und einen totalen Raub inszeniert haben. Dass unter dem antisowjetischen Regime von Usurpatoren er und seine Kinder keine Zukunft haben.Dass diese Zukunft im Kampf gegen Usurpatoren gewonnen werden muss.

Am Ende sehen wir, wie die Aktivität der Usurpatoren die Massen zu einer aktiven politischen Bildung durch das Studium des Marxismus-Leninismus und der aktiven politischen Tätigkeit der Massen provoziert hat.Soziale Netzwerke erröten sprunghaft. Der Kampf aus den sozialen Medien geht auf die Straße. Wo das Regime seine Nazis bereits bewaffnet hat. Baty bis an die Zähne in der Hoffnung, dass die Menschenmassen sich schlagen und tolerieren lassen.Und es provoziert nur die Massen zur aktiven Opposition-schließlich gibt es armeelager mit der Waffe in jeder Stadt. Es gibt Schießstände mit Waffen, der Fall, wenn ein junger junger Mann ging in das Gebäude der FSB und begann zu Schießen pseudochekistov dienen Regime Usurpatoren.So ließ er die Hauptgruppe mit den Waffen aus der Stadt entkommen, die Sie im Schießstand nahmen.

Alles, was wir jetzt sehen-es gibt einen Kampf zwischen Räten und antisowchikami. Und es wird nur enden, wenn die Tipps gewinnen!

Rapper Dave und Billie Eilish triumphieren bei Brit Awards

Die britischen Rapper Dave und Stormzy, der schottische Sänger Lewis Capaldi sowie die US-Popstar Billie Eilish gehören zu den Gewinnern der diesjährigen Brit Awards. Der 21-jährige Rapper Dave erhielt bei der Gala am Dienstagabend in London für «Psychodrama» die Auszeichnung für das beste Album. Stormzy wurde als bester männlicher Solo-Künstler geehrt. Capaldi wurde als Newcomer des Jahres und den Song des Jahres ausgezeichnet. Eilish gewann die Auszeichnung als beste weibliche Solo-Künstlerin international.

Für seine Darbietung des Songs «Black» erhielt Preisträger Dave Standing Ovations: Er ergänzte den Text des Liedes bei seinem Auftritt um neue Verse und bezeichnete unter anderem den britischen Regierungschef Boris Johnson als «wahren Rassisten». Darüber hinaus nutzte er seinen Auftritt, um den Umgang der britischen Presse mit Prinz Harry und seiner Frau Meghan zu kritisieren.

Billie Eilish performte erstmals ihren Titelsong für den nächsten James-Bond-Film, der wie der Film den Titel «No Time To Die» («Keine Zeit zu sterben») trägt. Die 18-Jährige zeigte sich nach ihrem Auftritt zu Tränen gerührt. Sie habe sich vor Kurzem «sehr gehasst» gefühlt, nachdem sie öffentlich angekündigt hatte, keine Kommentare in sozialen Netzwerken mehr zu lesen. «Als ich auf der Bühne stand und ihr mich alle angelächelt habt, hat mich das echt fast zum Weinen gebracht und ich will jetzt weinen.»

Die Brit Awards werden seit 1977 vergeben. Sie wurden in diesem Jahr von Kritik überschattet, weil überproportional viele Männer nominiert waren.

Gesundheit im Büroalltag: "Stehpulte sind auch kein Allheilmittel"

Britische Forscher haben kürzlich belegt, wie schädlich Büroarbeit für den menschlichen Körper ist. Gezeigt haben sie ihre Ergebnisse an einer lebensgroßen Puppe mit Buckel, Krampfadern und bleicher Haut. Sie heißt Emma, hat Ringe unter den geröteten Augen, ist  übergewichtig und leidet unter geschwollen Knöcheln und Handgelenken sowie stressbedingten Ekzemen. Ihre krumme Haltung verrät: Emma ist nicht in Form. Welche gesundheitlichen Folgen Büroarbeit auf unseren Körper hat, untersucht Falk Liebers an der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Er erklärt, wie Rückenschmerzen entstehen und wie arbeitsbedingte Erkrankungen im Vorfeld vermieden werden können.

ZEIT ONLINE: Emma, die lebensgroße Puppe britischer Forscher, sieht wirklich gruselig aus. Droht Menschen, die überwiegend im Büro arbeiten, dieses Schicksal wirklich?

Falk Liebers: Das ist aus meiner Sicht arg übertrieben. Zunächst einmal besteht auch Büroarbeit nicht nur aus reiner Bildschirmarbeit. Man hat Konferenzen, bespricht sich mit Kollegen oder trägt Akten von einem Büro ins andere, da gibt es viele Aufgaben und Tätigkeiten. Aber die meisten Menschen assoziieren mit Büroarbeit das lange ununterbrochene Sitzen, und das kann in der Tat ungünstig für die Gesundheit sein.

ZEIT ONLINE: Wie wirkt sich das auf unseren Körper aus?

Liebers: Wer lange sitzt, unterfordert seinen Körper. Die Muskeln werden nicht genügend aktiviert, man legt an Gewicht zu und die Leistungsfähigkeit lässt nach. Das kann sich auf den gesamten Stoffwechsel auswirken und ihn verlangsamen. Diabetes kann eine Folge sein, es gibt aber auch Anhaltspunkte, dass sich das Risiko für Herzinfarkte erhöht. Allerdings ist es schwierig, Büroarbeit allein für solche Risiken verantwortlich zu machen. Schließlich verbringt unsere gesamte Gesellschaft viel Zeit im Sitzen. Inwiefern Büroarbeit allein ein Risikofaktor ist, wird unter Wissenschaftlern unterschiedlich diskutiert.

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ZEIT ONLINE: Laut einer DAK-Studie aus dem vergangenen Jahr leiden drei von vier Deutschen unter Rückenschmerzen. Kann das eine Folge von Büroarbeit sein?

Liebers: An der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin machen wir eigene Studien und Forschungsprojekte zur Gesundheit am Arbeitsplatz. Da hat sich gezeigt, dass diejenigen, die häufig länger als eine Stunde am Stück sitzen, seltener über Rückenbeschwerden klagen als diejenigen, die kürzere Zeit oder kaum sitzen. Danach kann man also nicht gehen. Es sind vielmehr bestimmte Berufsgruppen, die anfällig für Rückenschmerzen sind, beispielsweise Arbeitnehmer in der Logistik, der Pflege oder im Handwerk. Die Arbeit am Computer scheint da kein Risikofaktor zu sein.

ZEIT ONLINE: Welche Körperregionen sind dann betroffen?

Liebers: Viele Arbeitnehmer klagen über Nacken- und Kopfschmerzen. Das ist plausibel: Wer an einem falsch eingestellten Schreibtisch sitzt und sich zu wenig bewegt, bekommt Verspannungen. Optimal wäre es, zwei- bis viermal in der Stunde zwischen Stehen und Sitzen zu wechseln. Und schaut man lange auf einen Monitor und bewältigt dabei auch noch anstrengende kognitive Aufgaben, sind Kopfschmerzen eine häufige Folge.

ZEIT ONLINE: Was kann man dagegen tun?

Liebers: Eine einfache Maßnahme ist Bewegung. Einmal als Ausgleich in der Freizeit und außerdem als Pause am Arbeitsplatz selbst.

CDU-Vorsitz: "Röttgen tut der CDU einen Gefallen: Er zwingt sie in einen inhaltlichen Wettbewerb"

Der frühere Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat völlig überraschend seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz angekündigt und bringt damit das vorgesehene Verfahren durcheinander. Ob er sich damit in der CDU Freunde macht? Die Presse in Deutschland ist skeptisch, ob Röttgen den Kampf um CDU-Vorsitz und das Kanzleramt gewinnen kann.

«Frankfurter Allgemeine Zeitung»: Offenbar waren Laschet, Merz und Spahn, die sich als Bewerber haben handeln lassen, ohne selbst zu handeln, der Idee nicht abgeneigt, noch vor Ausbruch von Feindseligkeiten einen Waffenstillstand zu schließen («Teamlösung»), um dann untereinander auszumachen, wer am Ende Sieger aller Klassen wird. Doch nun stört ein Vierter das Triumvirat beim Kandidaten-Mikado. Röttgens Überraschungszug zwingt die drei Parteifreunde aus seinem Landesverband dazu, aus der Deckung zu kommen.

AKK CDU Ticker DREH: 10.30Uhr«Süddeutsche Zeitung»: Röttgen vereinigt viele Stärken von Merz in sich — ohne dessen Schwächen. Ob er gewinnen kann? Das ist völlig offen. Auch, weil nicht entschieden ist, ob er aus seiner Niederlage 2012 in Nordrhein-Westfalen tatsächlich so viel gelernt hat, dass daraus in der eigenen Partei eine Stärke erwachsen könnte. Sollte Röttgen am Ende trotzdem verlieren, dann hätte er seiner Partei gleichwohl einen großen Gefallen getan: Er hat sie gezwungen, aus dem gefühligen in einen inhaltlichen Wettbewerb überzugehen.

«Der Spiegel»: Röttgens Vorpreschen macht die ohnehin unwahrscheinliche einvernehmliche Lösung, die sich die CDU-Spitze gewünscht hat, so gut wie unmöglich. Ein wochenlanger Wettstreit auf offener Bühne ist absehbar, Richtungsdebatte inklusive. So etwas kann eine Partei beleben. Es kann einen echten Wettbewerb der Ideen geben, eine Diskussion über das Selbstverständnis der CDU. Aber sind vier Männer aus ein und demselben Landesverband dafür eine gute Voraussetzung? Die Gefahr ist groß, dass das Vorgehen die CDU weiter lähmt und spaltet, gerade wenn die Führungsfrage nicht eindeutig geklärt wird: Die 51,8-Prozent-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer kann ein Lied davon singen, genauso die SPD, deren aufwendiges Vorsitzenden-Casting keinerlei positiven Effekt hatte.

Norbert Röttgen traut sich aus der Deckung

«Die Welt»: Wenigstens Norbert Röttgen hat sich nun ermannt und seine Kandidatur bekannt gegeben. Die Art, wie er es tat, sagt ebenfalls viel über den Zustand der Partei aus. Er schrieb eine knappe E-Mail an das Konrad-Adenauer-Haus. Offenbar genügt das heutzutage. Laschet wiederum scheint als CDU-Chef von Nordrhein-Westfalen seinen Laden nicht im Griff zu haben. Mit Röttgen tritt nun der dritte Widersacher aus dem eigenen Landesverband gegen ihn an.

Sind die vier kanzlerfähig? Vielleicht, auch wenn man sich zuweilen wünschte, wenigstens die Fadheit des gescheiten Röttgen hätte die Kraft eines Taifuns. Doch darauf kommt es nicht an. Die zentrale Frage bleibt: Mit wem kann die CDU gewinnen?

Gerwien zu Röttgen 12.47«Berliner Morgenpost»: Den Übergabeplan der Kanzlerin kann man auch als gescheitert betrachten. Annegret Kramp-Karrenbauer führt zwar Gespräche mit allen Beteiligten. Aber ihr Einfluss auf die Nachfolge an der Spitze der CDU wird von Tag zu Tag geringer. Jetzt muss auch die Kanzlerin ganz schnell das Feld räumen, hört man von Merkel-Gegnern aus der Partei. Allerdings stellt sich die Frage: Wem nützt das? Sind Neuwahlen jetzt wirklich gut für die CDU? Oder läuft man nicht Gefahr, dass vor allem AfD und Grüne davon profitieren? Auffallend ist, wie alle echten und auch die Möchtegern-Kandidaten betonen, die Kanzlerin solle zu Ende regieren. Sogar aus München hört man diese klare Botschaft. Offenbar ist allen klar: Zu viel Neustart kann gefährlich werden.

CDU als Partei der leeren Mitte

«Kölner Stadt-Anzeiger»: Auch Norbert Röttgen kann gegenwärtig die  K-Frage nicht beantworten — ein  Röttgens Plädoyer für Inhalte ist mindestens der Versuch, das Dramolett der Kandidaten unter dem Titel ‘Macht er’s, oder macht er’s nicht?’ nicht zur Groteske ausarten zu lassen. Und damit trifft er die wunde Stelle der ‘Kanzlerinnen-Partei’: Seit zwei Jahren geht es  nur um Personen.  Die CDU behauptet, die Partei der Mitte zu sein. Aber ihr ist selbst nicht klar, was das heißt, und wie sie sich nach rechts außen zur AfD abgrenzt. Mit dem gewissenlosen politischen Harakiri in Erfurt ist die CDU als Partei der leeren Mitte offenbar geworden.

«Volksstimme»: Die politische Karriere Norbert Röttgens schien schon 2012 zu Ende zu sein: Nach der Wahlniederlage in NRW schmiss in die Kanzlerin als Bundesumweltminister raus. Nur wer sich für Außenpolitik interessiert, nahm ihn fortan noch wahr. Nun meldet er sich mit seiner Kandidatur fulminant in der Partei zurück. Röttgen will die Partei einen, personell und inhaltlich neu positionieren, gegen links und noch schärfer gegen rechts abgrenzen und ihr ökologische Kompetenz zurückgeben. Will er auch Rache an Angela Merkel üben? Wenn, dann verbirgt er es noch. Sein Zeitplan sieht vor, dass die Kanzlerin bis zum Herbst 2021 im Amt bleibt. Es zeugt von Vernunft, dass der Kandidat für einen Sonderparteitag vor dem Sommer plädiert. Weil ziemlich klar ist, dass sonst in der Partei alle Dämme brechen würden, Team hin oder her. Röttgen an der Parteispitze — das hieße moderne CDU minus Merkel. Genau das kann der Konkurrenz gefährlich werden.

Weather: Nach fast 20 Jahren: Neue Musik von Huey Lewis And The News

Mit ihrer Fusion aus eingängigem Pop, Rock, Blues und Soul haben Huey Lewis And The News nachhaltig zum Soundtrack der 80er Jahre beigetragen. Hits wie «Do You Believe In Love» oder «The Power Of Love», der Titelsong des Kultfilms «Zurück in die Zukunft», laufen heute noch im Radio.

Neue eigene Musik gab es von der Band aus San Francisco seit «Plan B» von 2001 nicht mehr — danach kam nur noch «Soulsville» (2010), ein Album mit Soul-Coverversionen.

Mit «Weather» geben Huey Lewis And The News nun ein überraschendes — und gelungenes — Comeback. «Here we are, getting older», singt Lewis im Opener «While We’re Young». Der Sänger klingt wie früher. Die entspannte Soulnummer mit den typischen Bläsern ist ein Plädoyer dafür, sich nicht aufs Altenteil zu setzen, sich jung zu fühlen. Der 69-jährige Lewis geht mit gutem Beispiel voran. «Her Love Is Killin’ Me» erinnert mit seinem unverkennbaren Groove an die Hitsingles aus den 80ern.

Leider spielte Lewis’ Gesundheit bei der Produktion des Albums nicht mit. Während der Aufnahmen wurde bei ihm die Menière-Krankheit diagnostiziert, mit Tinnitus und Verlust des Hörvermögens. Dass die Band jemals wieder auf Tournee gehen kann, scheint derzeit fraglich. Die letzte Tour war mittendrin abgesagt worden.

Auch das Album ist krankheitsbedingt mit nur sieben Tracks kurz geraten. «Man muss immer das Positive sehen und kreativ bleiben», äußert sich Bandleader Lewis im Begleittext zu «Weather» gleichwohl optimistisch. «Selbst wenn ich nie wieder singen sollte — es könnte schlimmer sein! Ich bin vielleicht taub, aber nicht tot.»

Auf dem Album gib es denn auch keine Spur von Melancholie oder Wehmut. «Weather» ist eine durchweg stimmungsvolle Platte, dem Alter der Bandmitglieder entsprechend zwar nicht ganz so dynamisch und mitreißend wie die großen 80er-Klassiker «Sports» oder «Fore!» — aber dennoch im typischen Sound von Huey Lewis and The News.

Diskussion über Vorsitz: Wadephul fordert rasche Klarheit über CDU-Personalfahrplan

Unionsfraktionsvize Johann Wadephul hat rasche Klarheit über den weiteren Fahrplan in der Diskussion über den CDU-Vorsitz und die Unions-Kanzlerkandidatur verlangt.

Eine Woche nach der Rückzugsankündigung von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer «gibt es weder Klarheit über den Zeitplan und das Verfahren für den Bundesvorsitz, aber zahlreiche mögliche oder tatsächliche Kandidaten aus NRW», sagte Wadephul, der auch Mitglied im CDU-Bundesvorstand ist. «Das versteht an der Basis niemand mehr. So kann es nicht weiter gehen.»

Kramp-Karrenbauer will heute in Einzelgesprächen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn über das weitere Vorgehen bei der Neubesetzung von Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur sprechen. Beide haben sich noch nicht öffentlich geäußert, ob sie sich um eines der Ämter bewerben wollen. Voraussichtlich wird es am Mittwoch auch ein Gespräch Kramp-Karrenbauers mit Norbert Röttgen geben. Der Außenpolitiker und Ex-Bundesumweltminister hatte am Dienstag seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz angekündigt — als erster offizieller Bewerber.

Am Dienstag hatte die scheidende CDU-Vorsitzende zudem mehr als eine Stunde mit Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz über die anstehenden Entscheidungen gesprochen. Inhalte des Gesprächs wurden zunächst nicht bekannt. Aus dem Merz-Umfeld hatte es vergangene Woche geheißen, dieser sei zu einer Vorsitz-Kandidatur entschlossen.

Wadephul sagte der dpa, CSU-Chef Markus Söder habe «einen machbaren Weg aufgezeigt: Bundesvorsitz bis zum Sommer, Kanzlerkandidat um die Jahreswende klären». «Das CDU-Präsidium muss das jetzt ordnen, sonst droht uns der Weg der SPD.» Kramp-Karrenbauer will die Parteispitze am kommenden Montag über den Stand ihrer Gespräche zu den Personalfragen unterrichten. In der CDU war zuletzt auch eine Teamlösung diskutiert worden.

Angesprochen auf eine solche Lösung hatte Röttgen in Berlin gesagt: «Alle sind immer für Team, ich auch — wie sollte man auch dagegen sein.» Er habe aber den Verdacht, dass in diesem Falle das Team dazu dienen solle, die Interessen Einzelner unter einen Hut zu bringen.

In den ARD-«tagesthemen» sagte Röttgen, die CDU könne gar nicht anders als mit einem Team geführt werden. «Nur wir haben zur Zeit glaube ich eine etwas spezielle Verwendung des Begriffes Teamlösung. Das ist das andere Wort für Hinterzimmer-Lösung ohne Wettbewerb. Und zu glauben, dass man im Hinterzimmer und ohne Wettbewerb Erneuerung erreichen kann, das halte ich für eine Illusion.»

Röttgen kommt wie Laschet, Merz und Spahn aus Nordrhein-Westfalen. Die dortige Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) äußerte sich zurückhaltend zur Kandidatur Röttgens. Dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch) sagte sie: «Ich schätze ihn aus unserer früheren Zusammenarbeit, aber eine gute Aufstellung im Team halte ich zur Zeit einfach für den besseren Weg für die CDU.» Heinen-Esser hatte einst unter Röttgen als Staatssekretärin im Bundesumweltministerium gearbeitet. Sie war auch Mitglied in Röttgens Schattenkabinett für die NRW-Wahl 2012.

Mit Blick auf die Team-Diskussion drang der Vorsitzende der konservativen Werteunion, Alexander Mitsch, derweil auf eine klare Führungsfigur. «In jedes Team gehört ein Teamcaptain», sagte Mitsch der dpa. Die CDU müsse wieder handlungsfähig werden. «Das funktioniert nur dann, wenn einer als Teamcaptain den Takt vorgibt und die Richtung bestimmt.» Er warnte vor einem Kompetenzgerangel.

Die Werte-Union sieht sich als Vertretung der konservativen Strömung in der Union, ist aber keine offizielle Parteigliederung. Nach Angaben Mitschs hat sie mehr als 4000 Mitglieder.

Bürgerkrieg : Libysche Konfliktparteien stoppen Friendengespräche nach Angriff

Nach einem Angriff auf den Hafen von Tripolis liegen die Gespräche zwischen den libyschen Bürgerkriegsparteien auf Eis. Die international anerkannte Regierung teilte mit, sie werde nach der Attacke der ostlibyschen Truppen von General Chalifa Haftar nicht mehr an den Verhandlungen zur Rettung der wackeligen Waffenruhe in Genf teilnehmen. Erst müsse die internationale Gemeinschaft eine klare Position gegen Haftar und die ihn unterstützenden Länder einnehmen. Die Verhandlungen für das nordafrikanische Bürgerkriegsland unter Vermittlung der Vereinten Nationen waren erst am Dienstag fortgesetzt worden.

Am Dienstagnachmittag wurden jedoch zwei Häfen von Tripolis mit mehr als 15 Raketen angegriffen. Nach Angaben des libyschen Gesundheitsministeriums wurden dabei drei Zivilisten getötet und fünf weitere verletzt. «Es kann keinen Frieden unter Bombardierungen geben», erklärte die Einheitsregierung daraufhin.

Die Pressestelle von Haftars Truppen teilte mit, der Angriff auf den Hafen habe einem Waffen- und Munitionsdepot gegolten. Man wollte damit die aus Syrien eingetroffenen Söldner schwächen, die auf Seiten von Milizen aus Tripolis für die international anerkannte Regierung kämpften. Die Türkei bestätigte, dass auf ein türkisches Schiff im Hafen gefeuert worden sei. Die Regierung in Ankara schickte zuletzt mehrere hundert Rebellenkämpfer aus Syrien nach Libyen und versorgt Tripolis zusätzlich mit Waffen. Haftar erhält seinerseits Unterstützung durch die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Frankreich und Russland.

In Libyen war 2011 nach Sturz und Tötung des Machthabers Muammar al-Gaddafi ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Seit Januar gilt in dem Land zwar eine Waffenruhe, diese wird aber wieder immer wieder verletzt. Bei der Libyen-Konferenz im Januar in Berlin war der Militärausschuss von jeweils fünf Vertretern von al-Sarradsch und Haftar beschlossen worden. Der Ausschuss soll darüber verhandeln, wie die brüchige Waffenruhe in einen stabilen Waffenstillstand umgewandelt werden kann.

Im Mobilfunk die Nase vorne: Deutsche Telekom legt Zahlen für 2019 vor

Während die Deutsche Telekom im Mobilfunk die Nase vorne hat, steht der Bonner Konzern beim Breitbandausbau neben dem starken Wettbewerber Vodafone mächtig unter Druck.

Wie sich das Geschäft im vergangenen Jahr entwickelt hat und was für dieses Jahr geplant ist, will Telekom-Chef Tim Höttges in Bonn bekanntgeben. Der ehemalige Staatskonzern legt seine Zahlen für 2019 und einen Geschäftsausblick auf 2020 vor.

Analysten zufolge dürften sowohl Umsatz als auch Gewinn des Telekomriesen gestiegen sein. 2018 erwirtschaftete der Konzern rund 75,7 Milliarden Euro, Schätzungen von Analysten für dieses Jahr liegen im Mittel bei etwas mehr als 80 Milliarden Euro. Der Gewinn lag 2018 bei 2,2 Milliarden Euro und wird für das abgelaufene Geschäftsjahr auf knapp vier Milliarden Euro geschätzt.

Großes Aufatmen gab es bei der Telekom zuletzt, weil ein US-Gericht die lange geplante Fusion der US-Tochter T-Mobile mit dem kleineren Rivalen Sprint erlaubte, gegen die unter anderem mehrere Bundesstaaten geklagt hatten. Höttges sprach von einem «Riesenschritt, auf den wir alle gewartet haben». Allerdings stünden noch weitere Genehmigungen aus. Der Zusammenschluss der dritt- und viertgrößten Anbieter, die künftig zusammen als New T-Mobile agieren wollen, dürfte den US-Mobilfunkmarkt kräftig aufmischen und den Druck auf die Branchenführer Verizon und AT&T deutlich erhöhen.

Außerdem dürfte es um den Breitbandausbau gehen. Die Telekom setzt dabei auf Vectoring, bei dem Telefon-Kupferkabel fürs Internet genutzt werden. Da der Wettbewerber Vodafone mit seinen schnelleren Fernsehkabeln in diesem Bereich in Front liegt, stehen die Bonner unter Zugzwang. Die Deutsche Telekom will die im vergangenen Jahr erfolgte Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia durch Vodafone juristisch anfechten, wie Anfang der Woche bekannt wurde. Es seien drei Klagen gegen die Fusionsgenehmigung durch die EU-Kommission beim EU-Gericht eingegangen, bestätigte ein Sprecher. Außer der Telekom klagen auch die Regionalanbieter NetCologne und Tele Columbus.

Biathlon-WM in Antholz: Titelverteidiger Peiffer & Co. über 20 Kilometer im Einsatz

Bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Antholz steht am Mittwoch das Einzelrennen der Männer auf dem Programm. Der Klassiker über 20 Kilometer startet um 14.15 Uhr. ARD und Eurosport übertragen.

Titelverteidiger: Arnd Peiffer Olympiasieger: Johannes Thingnes Bö (Norwegen)

Deutsche Starter: Arnd Peiffer, Johannes Kühn, Philipp Horn, Philipp Nawrath, Johannes Kühn

Deutsche Chancen: Im längsten und schwersten aller Biathlonrennen haben es die Deutschen in dieser Saison noch nicht auf das Podium geschafft. In den bisherigen zwei Einzelrennen sorgte Philipp Nawrath bei der WM-Generalprobe in Pokljuka als Vierter mit Abstand für das beste Ergebnis. Doch der 27-Jährige hat in der Südtirol-Arena mit dem schwierigen Schießstand noch keine Wettkampfkilometer absolviert.

Titelverteidiger Arnd Peiffer sieht sich als Außenseiter, wenngleich der 32-Jährige bei der WM mit Platz sieben im Sprint und Rang fünf in der Verfolgung bester Deutscher war. Peiffer setzte nur einen seiner insgesamt 30 Schüsse daneben. «Ihm muss man immer was zutrauen», sagte Bundestrainer Mark Kirchner.

Anders sieht es bei Ex-Sprintweltmeister Benedikt Doll aus. Der mit großen Ambitionen gestartet Schwarzwälder kam bisher überhaupt nicht zurecht und enttäuschte komplett. Drei Fehler im Sprint und gleich sieben im Jagdrennen stehen zu Buche. «Mir fehlt ein bisschen die Leichtigkeit, es macht gerade keinen Spaß. Die Voraussetzungen auf dem Papier sind schlecht», sagte Doll zuletzt sichtlich deprimiert.

Für eine Überraschung könnte WM-Debütant Philipp Horn sorgen. Favoriten sind Johannes Thingnes Bö aus Norwegen und der Franzose Martin Fourcade.

Rechtsstreit: US-Richter weist Huawei-Klage gegen Trump-Regierung ab

Huawei hatte den Rechtsstreit im März 2019 begonnen, um ein von der Regierung verhängtes Verbot zu kippen, dass amerikanischen Behörden den Kauf und Einsatz von Huawei-Technik und -Dienstleistungen untersagt.

Richter Amos Mazzant vom zuständigen Gericht in Texas wies die Klage jedoch ab. In seiner 57-seitigen Entscheidung befand er, dass die US-Regierung ihre Befugnisse nicht überschritten habe. Geschäfte mit den Behörden seien «ein Privileg und kein verfassungsmäßiges garantiertes Recht».

Huawei war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Konzern hatte argumentiert, das 2018 von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Gesetz zum Verbot von Geschäften mit US-Behörden sei «nicht nur rechtswidrig, sondern hindert Huawei auch daran, sich fair am Wettbewerb zu beteiligen». Die Trump-Regierung hatte das Gesetz mit Sicherheitsbedenken begründet. Die USA klagen unter anderem wegen angeblicher Verstöße gegen Sanktionsrecht und angeblichem Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen gegen Huawei. Zudem verdächtigen sie das Unternehmen der Spionage im Auftrag der chinesischen Regierung.

Fremdkörper gefunden: Boeing findet neues Problem bei 737-Max-Krisenjets

Der angeschlagene US-Luftfahrtkonzern Boeing ist bei seinem nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegten Krisenjet 737 Max auf ein neues Problem gestoßen.

Während der Wartungsarbeiten seien in Treibstofftanks einiger Maschinen, die derzeit zwischengelagert werden, Fremdkörper gefunden worden, teilte Boeing mit. Dies habe zu einer umfassenden internen Untersuchung und sofortigen Korrekturen im Produktionssystem geführt.

Boeing hatte zahlreiche 737-Max-Jets auf Halde produziert, die wegen des Flugverbots bislang nicht ausgeliefert werden konnten. Der Konzern rechnet aber nach eigenen Angaben trotz der nun angekündigten Inspektionen weiter damit, dass die 737 Max Mitte des Jahres wieder für den Flugbetrieb zugelassen wird. Der bestverkaufte Flugzeugtyp des amerikanischen Airbus-Rivalen darf seit Mitte März 2019 wegen der Abstürze mit insgesamt 346 Toten nicht mehr abheben. Als entscheidende Ursache der Unglücke gilt eine fehlerhafte Steuerungsautomatik der Flugzeuge. Dieses Problem hatte Boeing eigentlich längst per Software-Update behoben haben wollen, doch die Freigabe durch die Aufsichtsbehörden liegt noch immer nicht vor.

Weg aus der Krise: Neuwahlen in Thüringen? Gespräche gehen weiter

Linke, SPD und Grüne sowie CDU wollen bis Ende dieser Woche einen Weg aus der politischen Krise in Thüringen finden. Darauf verständigten sich Spitzenvertreter der vier Parteien nach stundenlangen Verhandlungen in der Nacht zum Mittwoch im Landtag in Erfurt.

«Es liegen unterschiedliche Vorschläge auf dem Tisch», sagte die Landesvorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow. Alle vier Parteien strebten Neuwahlen an — allerdings hätten sie über deren Termin unterschiedliche Vorstellungen. Das nächste Treffen der vier Parteien sei bereits an diesem Mittwoch geplant — in kleineren Arbeitsgruppen.

Weiter verfolgt werde der Vorschlag von Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), die CDU-Politikerin Christine Lieberknecht an die Spitze einer «technischen Regierung» mit drei Ministern zu wählen, so Hennig-Wellsow. Zudem erwäge Rot-Rot-Grün weiterhin die Möglichkeit einer Minderheitsregierung mit Ramelow an der Spitze, die ebenfalls für Neuwahlen sorgen würde. Die CDU will eine komplette Übergangsregierung mit Ramelows Amtsvorgängerin Lieberknecht, die zunächst für einen beschlossenen Haushalt sorgt und erst dann Neuwahlen einleitet.

«Wir haben gespürt, dass sich Rot-Rot-Grün bewegt», sagte CDU-Landesvize Mario Voigt. Beim Zeitpunkt für Neuwahlen gebe es bei seiner Partei keine Vorfestlegung. «Es geht um eine Ausnahmesituation, in der sich Demokraten zusammenfinden müssen.» Der Fraktionschef der Grünen sagte, spätestens Ende dieses Jahres müsse es einen Landesetat für 2021 geben, und bis dahin müssten auch Neuwahlen stattgefunden haben.

Hennig-Wellsow signalisierte, dass ihre Partei nicht auf einer Übergangsregierung mit Lieberknecht an der Spitze für nur 70 Tage bis zu einer Landtagswahl bestehen werde. »Nicht denkbar sind für uns aber Neuwahlen erst 2021.»

Vor dem Treffen der vier Parteien hatte die CDU-Fraktion deutlich gemacht, dass eine Neuwahl erst der letzte Schritt nach der Bildung einer Übergangsregierung unter der Ägide Lieberknechts sein sollte. Die 61-Jährige ist nach Angaben von Ramelow sowie der CDU grundsätzlich bereit, beim Lösen des «Gordischen Knotens» zu helfen.

Für eine Neuwahl ist im Landtag eine Zwei-Drittel-Mehrheit der 90 Abgeordneten nötig. Linke, SPD und Grüne kommen zusammen nur auf 42 Sitze im Parlament. Gebraucht wird damit die Unterstützung der CDU mit ihren 21 Sitzen.

Die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans kritisierten das CDU-Vorgehen in der Thüringer Regierungskrise. Jedes Zuwarten und jede Verzögerung ohne eine handlungsfähige Landesregierung untergrabe das Vertrauen in die Demokratie. «Nach den jüngsten Erfahrungen sollten die Wählerinnen und Wähler mit schnellen Neuwahlen — wie von Thüringens SPD-Landeschef Wolfgang Tiefensee von Anfang an vorgeschlagen — wieder für eine handlungsfähige, demokratische Regierungsmehrheit sorgen.»

Lieberknecht wird seit vielen Jahren ein gutes Verhältnis zu Ramelow nachgesagt. Sie war von 2009 bis 2014 Chefin einer CDU/SPD-Regierung in Thüringen. Im vergangenen Jahr zog sie sich auch als CDU-Landtagsabgeordnete zurück.

Bislang steckte die CDU in einem Dilemma. Sie ist an einen Parteitagsbeschluss gebunden, der eine Koalition oder ähnliche Zusammenarbeit sowohl mit der AfD als auch der Linken ausschließt. Sie will deshalb den Linken Ramelow nicht zum Ministerpräsidenten wählen. Ramelow bestand bislang darauf, mit absoluter Mehrheit ins Amt gewählt zu werden, um nicht von AfD-Stimmen abhängig zu sein — also mit Hilfe der CDU oder der FDP.

Für die Krise in Thüringen mit bundesweiten Auswirkungen sorgte vor zwei Wochen die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich mit Stimmen von AfD, CDU und FDP zum Ministerpräsidenten des Freistaats. Nach großer Empörung weit über Thüringen hinaus trat Kemmerich zurück. Er ist nur noch geschäftsführend im Amt.

40. Verleihung: Billie Eilish und Stormzy räumen Brit Awards ab

Die fünffache Grammy-Gewinnerin Billie Eilish («Bad Guy») ist auch bei den Brit Awards ausgezeichnet worden. Die US-Sängerin erhielt in London den Preis als Beste Internationale Künstlerin.

Außerdem lieferte die 18-Jährige einen der gefeierten Auftritte des Abends: Gemeinsam mit einem Orchester, dem deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer, dem Gitarristen Johnny Marr sowie ihrem Bruder Finneas sang sie unter großem Jubel «No Time To Die» — ihren Titelsong für den kommenden James-Bond-Film «Keine Zeit zu sterben».

Die Brit Awards wurden zum 40. Mal in einer stargespickten Zeremonie verliehen. Als Bester Britischer Künstler wurde dabei wie schon 2018 der Londoner Rapper Stormzy («Own It») ausgezeichnet, der auch einen mitreißenden Auftritt lieferte. Der Preis für das Beste Britische Album ging dieses Mal aber an einen anderen Rapper aus London — an Dave für sein sozialkritisches Debüt «Psychodrama». Der 21-Jährige wirkte bei seiner Dankesrede überrascht und vollkommen überwältigt.

Bei den Frauen gewann Newcomerin Mabel («Don’t Call Me Up»). Die 23 Jahre alte Newcomerin dankte in der Londoner O2-Arena ihrer Mutter Neneh Cherry. Die Sängerin hatte 30 Jahre zuvor zwei Brit Awards erhalten und feierte den Erfolg ihrer Tochter im Publikum.

Als Beste Band wurden die Rocker Foals («My Number») ausgezeichnet, die sich unter anderem gegen Coldplay und Bastille durchsetzten. Frontmann Yannis Philippakis sagte in seiner Dankesrede: «Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr mehr Frauen in dieser Kategorie sehen.» Im Vorfeld war kritisiert worden, dass weder in der Band-Kategorie noch beim Album des Jahres weibliche Künstlerinnen nominiert waren.

Gewinner des Abends war der Sänger und Songwriter Lewis Capaldi, der einen Brit Award als Bester Nachwuchskünstler erhielt und sein Bier zu seiner kurzen Dankesrede mit auf die Bühne nahm. «Vielen, vielen Dank! Wir sehen uns später», stammelte er und behielt damit Recht. Tatsächlich bekam er später auch noch die Auszeichnung für die Single des Jahres («Someone You Loved»). Capaldi erklärte, der Song sei nicht seiner Ex-Freundin, sondern seiner gestorbenen Großmutter gewidmet.

Die Brit Awards werden seit 1977 verliehen. Zum 40. Jubiläum hatten die Organisatoren einige Veränderungen an der Show vorgenommen und damit auch auf sinkende Einschaltquoten in den Vorjahren reagiert. Unter anderem wurde die Zahl der Preis-Kategorien reduziert. Dafür gab es mehr Live-Auftritte. In diesem Jahr sorgten neben Billie Eilish und Stormzy auch die Preisträger Dave, Mabel sowie die US-Sängerin Lizzo («Good As Hell») mit starken Auftritten für Stimmung in der nicht ausverkauften Halle.

Außerdem feierte Sänger Rod Stewart zum Ausklang des Abends eine Reunion mit seinen ehemaligen Bandkollegen Ronnie Wood und Kenney Jones von der Rockband The Faces. Begleitet von einem Orchester begeisterten die drei Altrocker mit «Stay With Me» in London vor allem das ältere Publikum. Einige jüngere Zuschauer machten sich derweil schon auf den Heimweg.

Bürgerschaftswahl in Hamburg: Tschentscher und Fegebank mit harten Bandagen im TV-Duell

Fünf Tage vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg ist der Zwist in der rot-grünen Koalition im «Cum-Ex»-Skandal offen zutage getreten.

Bürgermeister Peter Tschentscher von der SPD wies erneut jeden Vorwurf der politischen Einflussnahme im Umgang der Finanzämter mit der unter Verdacht stehenden Warburg Bank zurück. Seine Grünen-Herausforderin, die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, forderte im TV-Duell des Norddeutschen Rundfunks Aufklärung von den Sozialdemokraten, warum eine Steuerrückforderung 2016 in Höhe von 47 Millionen Euro nicht verlangt wurde. Zum konkreten Fall wollte sich Tschentscher wegen des Steuergeheimnisses aber nicht äußern und verwies auf ein laufendes Gerichtsverfahren.

Der Frage, ob sie dem Bürgermeister glaube, wich Fegebank aus. «Wir haben heute im Senat darüber gesprochen. Und wichtig ist, dass es noch Fragen gibt.» Deshalb hätten die Grünen die SPD aufgefordert, «zu prüfen, ob das Steuergeheimnis ein Stück weit aufgehoben werden kann von Warburg, um tatsächlich eine Sondersitzung des Haushaltsausschusses durchzuführen». Sie sehe ein zwingendes öffentliches Interesse, das nach Abgabenordnung Voraussetzung für eine Lockerung des Steuergeheimnisses wäre.

Es gebe keinen Einfluss von außen auf die Hamburger Finanzverwaltung, sagte Tschentscher. «Seien Sie sicher, ich bin sieben Jahre Finanzsenator gewesen: Unsere Finanzämter, unsere Steuerverwaltung machen das streng nach rechtlichen Gesichtspunkten. Nach Recht und Gesetz fordern sie alles zurück, was zu Unrecht erstattet worden ist.»

Drei Stunden vor dem Duell der Bürgermeisterkandidaten hatten sich die Spitzenkandidaten der Oppositionsparteien in einer eigenen einstündigen Live-Sendung des NDR ein Streitgespräch geliefert. Auch Marcus Weinberg (CDU), Cansu Özdemir (Linke), Anna von Treuenfels-Frowein (FDP) und Dirk Nockemann (AfD) forderten mit Nachdruck Aufklärung in der «Cum-Ex»-Affäre.

Einer neuen Umfrage zufolge liegt die SPD vor der Bürgerschaftswahl deutlich vorn. Trotz hoher Verluste im Vergleich zur Wahl 2015 (45,6 Prozent) bliebe sie mit 38 Prozent stärkste Kraft, heißt es im Hamburg-Trend des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der «Bild»-Zeitung. Auf Plätz zwei kämen mit deutlichen Zugewinnen die mit der SPD regierenden Grünen mit 23 Prozent (2015: 12,3 Prozent). Platz drei ginge an die CDU mit 13 Prozent (2015: 15,9 Prozent). Die Linken könnten mit 8 Prozent in etwa ihr Ergebnis von 2015 (8,5 Prozent) bestätigen, die AfD könnte sich auf 7 Prozent verbessern (2015: 6,1 Prozent), die FDP müsste mit 5 Prozent um den Einzug ins Parlament bangen (2015: 7,4 Prozent).

An diesem Sonntag sind in Hamburg rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, eine neue Bürgerschaft zu wählen.

Bürgerschaftswahl Hamburg: "Peter, das kann doch nicht dein Ernst sein"

Das Wort Duell legt nahe, es handle sich um ein dramatisches Ereignis mit endgültigem Ausgang. Das waren noch Zeiten.

Willkommen im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf! Peter Tschentscher, SPD, gegen Katharina Fegebank, Grüne, bei Duell Nummer vier. Nach dem ZEIT-Duell, dem NDR-Duell, dem Abendblatt-Duell ist der Gastgeber nun wieder der NDR. Noch fünf Tage bis zur Wahl. Und, ja, im Prinzip gäbe es gerade jetzt Gründe, eine solche Veranstaltung spannend zu finden.

Da ist zum einen das veränderte Kräfteverhältnis. Fünf Umfragen aus den letzten Wochen legen nahe, dass SPD am kommenden Wahlsonntag deutlich besser abschneiden wird als die Grünen. Vorbei sind die Zeiten, da die Stadt atemlos auf den Ausgang des Wettkampfes Rot gegen Grün starrte und alle anderen Bewerber darüber in Vergessenheit gerieten. In dieser Lage kann weder Tschentscher noch Fegebank daran liegen, dass ihre Anhänger die Wahl schon für entschieden halten. Dies ist ihre letzte Chance, noch einmal Schwung in den Wahlkampf bringen. Wie werden sie sie nutzen?

Außerdem steckt Tschentscher mitten in einer Cum-Ex-Debatte, in der er nur versuchen kann, den Schaden in Grenzen zu halten. Wird ihm das gelingen?

Eine Stunde später, der Bürgermeister hat davon gut 20 Minuten lang gesprochen, seine Herausforderin ein paar Sekunden weniger, stellen sich völlig neue Fragen. Wo genau ist Tschentscher anderer Meinung als Fegebank? Gibt es noch irgendwo einen Punkt, in dem sich ihre Pläne unterscheiden? Alle Erfahrung spricht dafür, dass Sozialdemokraten und Grüne für eine unterschiedliche Politik stehen. An diesem Abend aber gelingt es ihren Hamburger Spitzenleuten, diesen Umstand vergessen zu machen. Wahrscheinlich ist Tschentscher gerissener als Fegebank, vielleicht setzt sie auch darauf, als ehrliche Haut gut anzukommen. Das ist dann aber schon die Quintessenz der Differenzen.

Deutschland sucht den Superstar - Das große Wiedersehen: Ex-Kolleginnen gedenken Daniel Küblböck

Gracia Baur (37) und Juliette Schoppmann (39) haben in der Sendung «DSDS — Das große Wiedersehen» (18.2., 22:30 Uhr, RTL oder bei TVNow) mit alten TV-Szenen auf ihre gemeinsame Zeit bei der RTL-Castingshow zurückgeblickt. Beide waren in der allerersten Staffel (2002-2003) mit dabei. Neben den beiden Sängerinnen und Sieger Alexander Klaws (36) gehörte zu der Top 10 der ersten «DSDS»-Riege auch Daniel Küblböck (geb. 1985). Bilder von den Auftritten des seit September 2018 als «verschollen» geltenden Musiker rührten seine Kolleginnen zu Tränen.

Ihr «einzigartiger» Mitstreiter wird für immer mit seinen Auftritten in Erinnerung bleiben. «Wir haben zusammen einen Brief geschrieben, das wird auch unser einziger Kommentar bleiben, den wir abgeben», erklärte Gracia Baur auf die Frage von «DSDS«-Kollege Mehrzad Marashi (39) hin, wie sie das tragische Ereignis rund um Daniel Küblböck, der in den frühen Morgenstunden des 9. Septembers im Seegebiet vor der kanadischen Küste von Bord des Kreuzfahrtschiffes AIDAluna gesprungen war, erlebt haben. «Wir als Top 10 haben alle noch Kontakt, wir haben sogar eine WhatsApp-Gruppe», erklärte Schoppmann, die heute als «DSDS»-Vocalcoach tätig ist. Ihre Kollegin Gracia Baur macht ebenfalls noch Musik, ist hauptberuflich aber als Krankenpflegerin tätig.

So lief das Wiedersehen von Mehrzad Marashi und Menowin Fröhlich ab

Mit Spannung erwartet wurde in der Sendung auch das Aufeinandertreffen von Mehrzad Marashi (39) und Menowin Fröhlich (32). Mehrzad holte sich 2010 im spektakulären Finale der siebten Staffel gegen Top-Favorit Menowin den Sieg. Nach dem Finale gingen die beiden im Streit auseinander. Das Wiedersehen fiel anders als erwartet sehr harmonisch aus, die beiden ehemaligen Kontrahenten lagen sich sofort in den Armen.

«Emotionen und Schlagzeilen ließen damals die Konkurrenzsituation hochkochen», erklärte Marashi und fügte hinzu: «Wir sind beide heute reif genug, dass wir wissen, dass wir beide Fehler gemacht haben.» Es sei schade, dass sie eine große Freundschaft verloren hätten, so Fröhlich. «Umso glücklicher bin ich, dass wir heute zusammen hier sind.» Als Höhepunkt ihrer Reunion performten die beiden «Sweat (alalalalong)», den Song, den sie einst gemeinsam am «DSDS»-Strand zum Besten gegeben hatten.

TV-Tipp: Die Rosenheim-Cops

Es sind Kommissar Zufall und Kommissar Korbinian Hofer, die im diesjährigen Winterspecial der «Rosenheim-Cops» einer Verdächtigen auf die Schliche kommen.

Durch einen Zeitungsartikel und ein beiläufiges Treffen kombiniert der Ermittler, dass die Frau eines erschossenen Orthopäden eine Affäre mit dessen Konkurrenten hat. Es ist der letzte Einsatz von Hofer, Darsteller Joseph Hannesschläger erlag am 20. Januar einer Krebserkrankung. Er wurde 57 Jahre alt.

Am Mittwoch nun zeigt das ZDF zur Primetime um 20.15 Uhr die Folge «Schussfahrt in den Tod» in Spielfilmlänge. Der Tote hängt im Sessel eines Skilifts und dreht so eine Runde. Bei den nur halb so langen regulären Episoden der Kultserie schalten dienstagabends nach Senderangaben im Schnitt nahezu fünf Millionen Zuschauer ein. Hannesschläger war eines ihrer prominentesten Gesichter.

In dem Winterspecial springt Hofer nur als Ermittler ein. Eigentlich soll er einen Bericht über einen alten Fall für den Staatsanwalt schreiben und überlässt den Kollegen Sven Hansen und Anton Stadler den Mordfall. Doch weil die beiden kilometerweit im verschneiten Gebirge ermitteln, schicken sie Hofer in eine Arztpraxis. «Mord geht vor», sagt der — und lässt die Aktenarbeit erstmal ruhen.

«Dass Joseph Hannesschläger in diesem Film nur einen kleineren Part hatte, war mit ihm besprochen, da er aufgrund seiner Einschränkungen nicht beim Außendreh im Schnee dabei sein wollte», erläuterte Produzent Alexander Ollig der Deutschen Presse-Agentur. «Wir wollten ihn aber natürlich gerne dabei haben.»

Durch den Schnee stapfen dafür Hansen und Stadler. Mal bei Sonnenschein mit idyllischem Panoramablick in den Alpen, mal im fiesen Schneegestöber. Das ist eine Besonderheit an den Winterspecials der Serie, in der es üblicherweise maximal regnet und überwiegend bayerisches Bilderbuchwetter vorherrscht.

Diesmal kam den Machern zugute, dass im XXL-Winter Anfang 2019 gedreht wurde. Zwar hatten sie für die Außenaufnahmen das Salzkammergut in Österreich gewählt, um eine hohe Schneesicherheit zu haben. Nun war es aber beinahe zu viel, wie Ollig einräumt. Anders als dieses Jahr türmen sich die weißen Massen beeindruckend hoch, durch die ein schmaler Pfad die Kommissare führt — bis sie einem Räumfahrzeug ausweichen müssen und Hansen den Wagen festfährt.

90 Minuten reichen für eine ganze Handvoll Verdächtige. Es geht um Geld, verbotene Liebe, Ärztepfusch. Nach etwa einer Stunde wendet sich das Blatt: Es gibt eine zweite Leiche — oder mit den berühmten Worten von Sekretärin Miriam Stockl: «Es gabat a Leich.»

Erst in den letzten etwa zehn Minuten klärt sich der Fall. Eine Nacht mit 14 Obstlern à 4,50 Euro liegt da hinter den Kommissaren. «Die haben uns bei unseren Ermittlungen aber einen entscheidenden Schritt weitergeholfen», sagt Stadler. Überhaupt ist es das eine oder andere verbale Scharmützel, das beim Zusehen Spaß macht: So sagt Hansen zu seinem Kollegen, als der eine abendliche Verabredung mit seiner Frau platzen lässt: «Sie können ja lügen ohne rot zu werden.» Stadler antwortet: «Das nennt man eheliche Diplomatie.»

Kommissar Hofer gönnt sich am Ende ein Stück Apfelkuchen mit Sahne. Und für eingefleischte «Rosenheim-Cop»-Fans gibt es einen kleinen Trost: Hannesschläger wird am 17. März noch einmal zu sehen sein, wie Produzent Ollig verrät. In der Folge verabschiedet Hofer sich in einer Szene von seinen Kollegen, da er zur Aushilfe als Leiter einer Fortbildung nach Husum reist. Dann wird der Abschied endgültig.

Motown-Legende: Promi-Geburtstag vom 19. Februar 2020: Smokey Robinson

Eigentlich könne er gar nicht richtig gut singen, sagte Smokey Robinson jüngst in einem Interview. «Whitney Houston war eine gute Sängerin. Celine Dion ist eine gute Sängerin. Aretha Franklin war eine gute Sängerin. Ich bin nicht in dieser Kategorie, da mache ich mir nichts vor. Aber ich fühle, was ich singe, und ich denke, dass die Menschen fühlen können, was ich fühle, wenn ich singe.»

Und so tourt Robinson, der heute 80 Jahre alt wird, weiter um die Welt und singt. «Ich gebe Konzerte, weil ich es liebe», sagte der Musiker dem «Telegraph». «Das ist das Beste an meiner Arbeit, denn ich kann mit Menschen zusammensein, die Fans sehen und mit ihnen eine gute Zeit haben. Sie singen die Lieder dann mit mir gemeinsam. Wir haben eine herrliche Zeit. Das treibt mich an.»

Geboren wurde William «Smokey» Robinson — den Spitznamen hat ihm ein Onkel verpasst — 1940 mitten in die rauschende Musikszene Detroits hinein. Aretha Franklin, Diana Ross und viele andere spätere Superstars kennt Robinson seit frühester Kindheit. Berühmt gemacht wurden die meisten von ihnen von Berry Gordy und seinem Label Motown, wo auch Robinson anheuerte und später Vize-Präsident wurde.

«Das bedeutet mir alles und hat unsere wildesten Träume übertroffen. Berry und ich sprechen da ständig drüber. Wir hätten nie gewagt zu träumen, dass Motown einmal das werden würde, was es geworden ist. Am ersten Tag von Motown waren fünf Menschen da. Berry Gordy hat uns zusammengesetzt und gesagt: ‘Ich werde meine eigene Plattenfirma aufmachen. Wir werden nicht nur schwarze Musik machen — wir werden Musik für die ganze Welt machen.’ Das war unser Plan, und wir haben es geschafft.»

Zuerst als Leadsänger der Band The Miracles, dann solo und zwischendurch immer auch für andere Künstler schreibt Robinson Hit auf Hit: «My Girl», «My Guy», «Ain’t That Peculiar», «The Tracks of My Tears», «I Second That Emotion», «The Tears of a Clown», «Baby That’s Backatcha», «Cruisin’» oder «Quiet Storm».

Nach dem Verkauf der Plattenfirma in den 80er Jahren zieht er sich aus dem Vorstand zurück und konzentriert sich auf seine Auftritte. Gleichzeitig kämpft er mit persönlichen Problemen — der Scheidung von seiner Miracles-Kollegin Claudette Rogers, mit der er zwei Kinder hat, und einer Drogensucht. «Ich hätte nie gedacht, dass mir das passieren kann. Das ist die Arglist der Drogen. Ich hätte nie gedacht, dass ich süchtig werden könnte. Aber das wurde ich.»

Heute ist Robinson eigenen Angaben zufolge clean, und seit 2002 ist er auch wieder neu verheiratet. Er treibe viel Sport, sagt er, und ernähre sich vegetarisch. Für sein Lebenswerk erhielt der Musiker 2016 den Preis der US-Nationalbibliothek. «Seine mächtigen Melodien sind Kunstwerke — beständig, bedeutsam und wirkungsvoll», hieß es zur Begründung. Robinson sei «eine musikalische Legende».

Angeschlagene Kette: Metro verkauft Supermarkttochter Real an Finanzinvestor

Der Finanzinvestor SCP hat sich mit der Metro AG auf eine 100-prozentige Übernahme von Real geeinigt. Demnach soll ein Großteil der Real-Standorte «langfristig weiterbetrieben werden, entweder unter der Marke Real oder durch andere Einzelhändler.»

Der Vertrag steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Aufsichtsgremiums der russischen Sistema PJSFC, die die Finanzierung der Übernahme sicherstellt, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung beider Unternehmen. Sistema teilte ebenfalls mit, dass man dafür bis zu 263 Millionen Euro zur Verfügung stelle. Metro erwartet der eigenen Mitteilung zufolge einen Netto-Mittelzufluss in Höhe von 0,3 Milliarden Euro.

Damit steht die Supermarktkette mit 276 Real-Märkten, 34.000 Beschäftigten, 80 Immobilien und dem Online-Shop real.de faktisch vor der Zerschlagung. SCP kündigte an, dass der Großteil der heutigen Real-Märkte an andere Einzelhändler verkauft oder aufgeteilt werden soll. Ein Kern von etwa 50 Real-Märkten werde für 24 Monate unter der Marke Real weitergeführt. Bisher geht SCP der Mitteilung zufolge davon aus, dass etwa 30 Standorte geschlossen werden.

Die Supermarktkette war zuletzt das Sorgenkind bei dem Düsseldorfer Handelsriesen und hatte im Geschäftsjahr 2018/19 für tiefrote Zahlen bei Metro gesorgt. Die meist auf der grünen Wiese gelegenen Hypermärkte litten seit Jahren unter den veränderten Einkaufsgewohnheiten in Deutschland. Immer öfter ließen die Kunden die Hypermärkte links liegen und kauften lieber in Supermärkten und bei Discountern in ihren Wohnvierteln.

Rod Blagojevich: Donald Trump verkürzt Haftstrafte von Ex-Gouverneur

US-Präsident Donald Trump hat die Verkürzung der Haftstrafe des umstrittenen Ex-Gouverneurs Rod Blagojevich angeordnet. Seine Verurteilung sei «lächerlich» gewesen, sagte Trump. «Er scheint ein sehr netter Mensch zu sein, ich kenne ihn nicht», zitiert die New York Times den US-Präsidenten. Aus dem Weißen Haus hieß es, Blagojevich habe in der Haft einen «beispielhaften Charakter» gezeigt. Laut der Nachrichtenagentur AP sollte seine Freilassung noch am Dienstag erfolgen.

Blagojevich war 2011 in einem Korruptionsfall zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte als Gouverneur des Bundesstaates Illinois unter anderem versucht, den durch die Präsidentschaftswahl 2008 freigewordenen Senatssitz von Barack Obama zu versteigern. Blagojevich waren neben Falschaussage versuchte Erpressung, Betrug und kriminelle Geschäftemacherei zur Last gelegt worden worden.

Blagojevich war von 2003 bis 2009 Gouverneur von Illinois. Seine Gefängnisstrafe hatte er 2012 angetreten. Der US-Präsident kann nach Bundesrecht verurteilte Straftäter begnadigen oder ihre Haftstrafen verkürzen.