
Erst durch die Relegation rettete sich Werder Bremen in der Vorsaison — nimmt man die heutige Partie, geht das Zittern auch in der neuen Spielzeit weiter. Werder verlor zum Auftakt der Bundesligasaison 1:4 (0:2) gegen Hertha BSC und zeigte vor allem in der Defensive bedenkliche Mängel. Die Berliner dagegen betrieben nach dem Pokal-Aus bei Eintracht Braunschweig Wiedergutmachung. Peter Pekarik (42.) und Dodi Lukebakio (45.) sorgten schon vor der Pause für die Vorentscheidung.
Hertha begann zunächst ohne den erst vor Tagen aus Köln verpflichteten Jhon Cordoba, war aber auch ohne ihn das gefälligere Team. Werder erzielte kaum Torgefahr, auch die 8500 Zuschauer im Weserstadion konnten ihr Team nicht zu mehr Effektivität motivieren. Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild kaum, mit dem Treffer von Matheus Cunha zum 3:0 war nach 62 Minuten auch alles entschieden. Der Anschlusstreffer von Davie Selke (69.) konnte daran nicht mehr viel ändern. Jhon Cordoba wurde dann noch eingewechselt und traf gleich zum vierten Berliner Tor.
Aufsteiger VfB Stuttgart ist mit einer Niederlage in die neue Spielzeit gestartet. Gegen den SC Freiburg setzte es eine 2:3 (0:2)-Niederlage. Nils Petersen (8.), Roland Sallai (25.) und Vincenzo Grifo (48.) sorgten für einen perfekten Auftakt der Gäste. Die Aufholjagd der Gastgeber kam zu spät
Die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo zahlte in der Partie, die von 8000 Zuschauern verfolgt wurde, schon früh Lehrgeld gegen clevere Freiburger, Petersen kam bei der Führung völlig frei zum Kopfball, auch beim 2:0 hatte Torschütze Sallai viel zu viel Platz. Nachdem der VfB direkt nach der Pause die große Gelegenheit zum Anschlusstreffer ungenutzt ließ, machten die Freiburger direkt im Gegenzug schon alles klar. Der VfB steckte aber nicht auf: Der gerade eingewechselte Sasa Kalajdzic schoss zum 1:3 ein. Kurze Zeit später traf dann auch noch Silas Wamangituka (81.).
Arminia Bielefeld hat eine ordentliche Premiere nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga gefeiert. Mit dem 1:1 bei Eintracht Frankfurt holten die Ostwestfalen schon in ihrem ersten Bundesligaspiel nach elf Jahren den ersten Punkt. Die Gäste spielten von Anfang an mit, Anfangsnervosität war der Elf von Trainer Uwe Neuhaus kaum anzumerken.
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit gingen die Gäste sogar in Führung, als Cebio Soukou (51.) traf. Die Freude währte allerdings nur zehn Minuten, dann glich Andre Silva zur Freude der 6500 zugelassenen Fans aus. Danach drängte die Eintracht auf den Siegtreffer, hatte mehrere beste Chancen, aber das Remis hielt bis zum Schluss.
Keine Zuschauer, keine Punkte: Der 1. FC Köln hat einen ernüchternden Saisonstart erlebt. Gegen 1899 Hoffenheim verloren die Kölner durch einen späten Treffer ein 2:3 (1:2). Stürmer Andrej Kramaric war mit drei Toren der wichtigste Mann für die Gäste.
Die Kölner Misere begann schon nach wenigen Minuten, als Jonas Hector einen ungenauen Rückpass auf Torwart Timo Horn spielte, Kramaric dazwischenging und nur noch einschieben musste. Auch danach waren die von Sebastian Hoeneß trainierten Hoffenheimer das bessere Team, das nächste Tor erzielten dennoch die Kölner. Neuzugang Sebastian Andersson nutzte die erste Chance der Gastgeber zum 1:1, als er einen Kopfball verwandelte.
Noch vor der Pause zerstoben die Kölner Hoffnungen allerdings wieder, weil Kramaric einen umstrittenen Foulelfmeter verwandelte. Nach zwei Minuten Videobeweisstudium entschied Schiedsrichter Daniel Siebert entgegen aller Proteste auf Strafstoß. Nach dem Wechsel drängte der FC auf den Ausgleich, Dominick Drexler belohnte die Gastgeber fünf Minuten vor dem Ende — dann kam Kramaric.
Trotz der Unterstützung von 4500 Zuschauern in der Alten Försterei hat der 1. FC Union Berlin sein erstes Spiel der Saison gegen den FC Augsburg 1:3 (0:1) verloren.
Ohne den neuen Star Max Kruse ging Union in seine zweite Erstligaspielzeit. Der frühere Bremer, Gladbacher, Wolfsburger und Freiburger war nach einer Verletzung noch nicht fit genug für einen Startelfeinsatz. Ob es an seinem Fehlen lag: jedenfalls entwickelte sich ein Spiel mit nur wenigen Höhepunkten, das von Augsburg weitgehend kontrolliert wurde. Die Führung durch Ruben Vargas nach schöner Vorarbeit von Framberger (40.) war denn auch alles andere als überraschend.
Nach einer Stunde Spielzeit war es dann so weit, Kruse wurde eingewechselt. Und es dauerte nur wenige Minuten, dann war der frühere Union-Torwart Gikiewicz überwunden. Auch wenn es nicht Kruse war, sondern dessen Sturmkollege Marius Bülter. Die Antwort kam nur wenige Minuten später. Michael Gregoritsch stellte die erneute Führung der Gäste her, diesmal reichte das. André Hahn machte in der 89. Minute alles klar.
Source: spiegel.de
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