пятница, 21 февраля 2020 г.

CDU bei der Bürgerschaftswahl: «Die Gesamtstimmung macht mich nicht glücklich»

Vier Wochen hat er unbezahlten Urlaub genommen. Vier Wochen, um sich ganz dem Wahlkampf zu widmen. Jetzt, da der fast vorbei ist, sagt Dennis Thering: «Ich hätte gedacht, ich wäre deutlich platter. Aber ich habe noch viel Energie.» Er klingt dabei fröhlich, auch wenn vieles, was er sich erträumt oder zumindest erwünscht hatte, nicht eingetreten ist.

Thering ist Mitglied der CDU. Der CDU geht es nicht gut. In Hamburg nicht, und im ganzen Land auch nicht. In den vielen Umfragen konnte sich die Partei nie von mageren 15 Prozent wegbewegen. Manchmal lagen die Werte sogar darunter. Und dann blamierte sich ausgerechnet in der heißen Phase des Hamburger Wahlkampfs die Thüringer Landtagsfraktion der Union. Thering erzählt von dem Tag danach. Er hatte einen Infostand in Sasel aufgebaut, der Spitzenkandidat seiner Partei, Marcus Weinberg, war gekommen und die Anfeindungen waren heftig. Nie wieder CDU! Das hat sich erledigt! Er habe gedacht: «Oh je, wenn das so weitergeht, können wir aufhören.» Aber es ging nicht so weiter. Seit dem Tag gab es nur noch ganz vereinzelt Beschwerden. Die Menschen reden nun lieber darüber, dass sie unbedingt Friedrich Merz als Parteivorsitzenden haben wollen.

Mit dem Wahlkampf vor Ort ist Thering trotz aller Widrigkeiten zufrieden. Stolz ist er darauf, dass er noch nie in seinem Leben als Politiker so viel Gas gegeben hat. Mit einem Team von 20, 30 Leuten hat er an 3.000 Haustüren im Wahlkreis Alstertal-Walddörfer geklingelt und mit den Bürgerinnen und Bürgern gesprochen. Sie haben 50.000 Flyer verteilt, in Briefkästen, an Infoständen. Der Zuspruch, sagt er, sei extrem gut. Er hofft auf ein starkes Ergebnis für ihn als Kandidaten. Weniger optimistisch ist er für seine Partei. Er stellt sich darauf ein, dass die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft kleiner werden wird und Fachwissen verloren gehen könnte. Er sagt: «Die Gesamtstimmung macht mich nicht glücklich.»

Am Sonntag lädt die CDU zur Wahlparty in eine Eventlocation am Fischmarkt. Thering wird dort sein. Für die Zeit danach gibt er sich jetzt schon kämpferisch. «Wir werden uns schnell finden und nicht resignieren», sagt er. Und er beendet den Gedanken mit einer Metapher aus einem Bereich, den er als ehemaliger Fußballtorwart in der HSV-Jugend besonders gut kennt: «Wir müssen dann ganz schnell wieder auf Angriff umschalten.» 



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