вторник, 18 февраля 2020 г.

Andrew Sabisky: Britischer Regierungsberater trittt nach Rassismusvorwürfen zurück

Der britische Regierungsberater Andrew Sabisky ist von seinem Posten zurückgetreten. Er reagierte damit auf Berichte über rassistische Sprüche, die er gesagt haben soll. Premierminister Boris Johnson äußerte sich zunächst nicht selbst zu dem Vorfall. Ein Regierungssprecher antwortete ausweichend.


Zuvor hatten britische Zeitungen über frühere Äußerungen von Sabisky berichtet, in denen er unter anderem eine Zwangsverhütung befürwortetet, um ungeplante Schwangerschaften und eine "permanente Unterschicht" zu verhindern. Menschen mit afroamerikanischer Abstammung in den USA bezeichnete er demnach als im Durchschnitt weniger intelligent als weiße Amerikaner.

Der 27-Jährige soll auch alleinerziehende Mütter als ignorant und aggressiv bezeichnet haben. Frauensport hielt er den Berichten zufolge für eher vergleichbar mit den Paralympics als mit Männersport. Die Menschen in Papua-Neuguinea soll Sabisky "Kannibalen" genannt haben.


Auch aus den Reihen der regierenden Konservativen wurde ihm daraufhin Rassismus vorgeworfen; viele forderten seinen Rücktritt. Sabisky selbst twitterte schließlich: "Die Medien-Hysterie um meine alten Online-Sachen ist verrückt." Es mache keinen Sinn, wenn er nicht richtig arbeiten könne. Er habe daher beschlossen, als Auftragnehmer zurückzutreten. Den Medien warf er selektives Zitieren vor.


Sabisky soll über eine Stellenanzeige von Johnsons umstrittenen Berater Dominic Cummings in den Dienst der Regierung gekommen sein. Cummings hatte unter anderem Projektmanager, Politik-Experten und "supertalentierte Spinner" gesucht. Johnsons Wahlkampfstratege gilt als genialer, aber auch unberechenbarer Kopf hinter dem überwältigenden Erfolg des Premiers bei der Parlamentswahl im Dezember beim Brexit-Votum im Jahr 2016.

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