Um 1900 schwiegen die Waffen in Europa für längere Zeit. Frankreichs Kultur lebte auf, die Wirtschaft brummte. Ein gewaltiger Band zeigt Fotografien aus der Belle Époque.
18. Februar 2020, 20:09 Uhr
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Wattfischer, Bergsteiger, Skifahrer auf der einen, Konzertbesucherinnen, Hafenarbeiter, berittene Gendarmen auf der anderen Seite. Die Unterschiede waren groß zwischen Metropolen wie Paris und Marseille und dem flachen oder alpinen Land abseits der Städte. Und zwar schon um die vorletzte Jahrhundertwende, wie der Bildband France 1900 vor Augen führt. Das Buch, das 800 großformatige Fotochrome zeigt und sieben Kilogramm wiegt, ist ein gewaltiges Porträt der Belle Époque. Wir sehen Menschen, die nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1871 das erste Mal seit Langem wieder optimistisch in die Zukunft schauen. Die Wirtschaft floriert, die Kultur entfaltet sich, das Nachtleben blüht auf. Es sind Jahrzehnte einer besonderen Lebensfreude, an der sich vor allem jene berauschen, die es sich leisten können. Industriearbeiter und Bauern schuften weiterhin schwer, wobei natürlich auch sie die Abwesenheit von Krieg als großes Glück erleben. Ein Glück, das nur bis 1914 andauern sollte.
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